Totaler Stromausfall in Laudenbach

Dies war glücklicherweise nur ein Szenario einer ganz besondere Feuerwehrübung am Dienstagabend in Laudenbach.
Angenommen wurde ein totaler Stromausfall über die Ortslage hinaus.

Um 18 Uhr wurde die Führubgsgruppe des Feuerwehrstandorts Laudenbach über den totalen Stromausfall informiert. Folglich wurde das Feuerwehrhaus mit zwei Einsatzkräften besetzt und eine Funkverbindung zur Rettubgsleitstelle hergestellt.
Eine knappe halbe Stunde nach Eintreten des Stromausfalls, wurde die Notstromversorgung aufgebaut und in Betrieb genommen. So konnte das Feuerwehrhaus mit Strom versorgt werden, welches allen Bürgerinnen und Bürgern in einem solchen Szenario als sogenannter Leuchtturm dient.
Denn bei einem Stromausfall funktioniert auch das absetzen eines Notrufs, auf Grund ausgefallener Telefonnetze, möglicherweise nicht mehr. Daher können sich Hilfesuchende oder auch Wärmesuchende Personen bei einem Stromausfall direkt vor Ort an die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus wenden.

Gegen 18:40 Uhr wurden dann alle anderen Einsatzkräfte vom Standort Laudenbach nachalarmiert. Die Einsatzbereitschaft wurde mit einem Löschfarzeug und einer Einsatzgruppe hergestellt, da in solchen Situationen von einem höheren Gefahrenpotential auszugehen ist.
Währenddessen trafen die ersten besorgten und wärmesuchenden Bürgerinnen und Bürger im Feuerwehrhaus ein, welche durch verschiedene Statisten gemimt wurden.
Sie wurden von den Einsatzkräften versorgt.

Um kurz nach 19:00 Uhr wurde durch einen Bürger eine hilflose Person in der Brückenstraße gemeldet. Sofort wurde über Funk bei der Leitstelle ein Rettungswagen angefordert. Parallel dazu rückte die Einsatzgruppe zur ersten Hilfe in die Brückenstraße aus. Der Rettungswagen aus Grossalmerode, welcher durch das Drk gestellt wurde, konnte die Person schnell versorgen. Auch der nächste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten, denn ein medizinisches Gerät musste mit Strom versorgt werden. Daher rückte kurzerhand der Feuerwehrmannschaftswagen mit einem kleinen Stromerzeuger aus und versorgte das Gerät mit Strom. Parallel dazu wurde ebenfalls ein Rettungswagen alarmiert und versorgte die betroffene Person. Zu guter letzt wurde ein Verkehrsunfall in der Georg-Köhler-Straße gemeldet. Hier mussten durch Feuerwehr und Rettungsdienst die Verunfallten gerettet und der Brandschutz sicher gestellt werden, denn eins von den Unfallfahrzeugen schien Feuer zu fangen. Auch dieser Einsatz konnte gut bewältigt werden.

In der Zwischenzeit wurden einige Bürgerinnen und Bürger im Feuerwehrhaus mit heißem Tee und Kaffee versorgt.
Zudem wurden Kontrollfahrten im Dorf durchgeführt. Um 20:30 Uhr war der Netzstrom wieder da und die Übung konnte beendet werden.

Allen Beteiligten hat es großen Spaß bereitet. Die Abläufe und auch der sogenannte Notfallplan Stromausfall, welcher mit dieser Übung geprobt wurde, haben reibungslos funktioniert. Einige kleinere Verbesserungen wurden besprochen, welche künftig in den Abläufen angepasst werden.

Herzlichen Dank an alle Helfer, Statisten und Einsatzkräfte für diese gute und vor allem doch sehr spezielle Einsatzübung!

Wichtiger Hinweis für alle Bürgerinnen und Bürger:
Ab einer Stunde, nach eintreten eines Stromausfalls, sind die sogenannten Leuchttürme (Feuerwehrhäuser) bei uns im Stadtgebiet besetzt. Wir als Feuerwehr haben den Kontakt zur Rettubgsleitstelle und können für Hilfesuchende Rettungsmittel anfordern.
Gerade bei einem Stromausfall im Winter besteht auch die Möglichkeit sich etwas aufzuwärmen.